Österreichische Brau AG Fußball-Meisterschaft

Betriebsfußballmeisterschaft der Brau AG 1969


Brauerei Wieselburg wieder Fußballmeister

Am Samstag, dem 4. Oktober 1969, fand im Linzer Stadion das Finalspiel um den Meistertitel der Österreichischen Brau AG Meisterschaft statt, welche einen 3:1 (0:1) Erfolg der Wieselburger Brauerei-Elf über Kaltenhausen brachte. Damit wurden die Wieselburger zum viertenmal Brau-AG-Meister. Sie hatten bereits in den Vorbereitungs- und Ausscheidungsspielen beachtliche Erfolge erringen können, so in Salzburg (Stiegl) 6:2, Zipf (OÖ) 3:2, in den Ausscheidungsspielen in Liesing gegen die Hausherren sogar 6:0 und gegen Gmunden 3:0. Der Finalgegner Kaltenhausen qualifizierte sich durch Siege über die Brauerein Linz (5:2) und Innsbruck (4:1) für das Endspiel.

Beim Finalspiel in Linz stellte Wieselburg folgende Mannschaft: Erwin Rinner; Hackl, Helmut Gleiß, Rappel, Stadler; Alfred Ramsauer, Scheuchelbauer; Karl Niebauer, Karl Kozel, Emmerich Böhm, Karl Bittersberger.

In der ersten Halbzeit sah es nicht nach einem Sieg der Erlauftaler aus. Die Mannschaft war zwar überlegen, doch fehlte der für einen Torerfolg nötige Nachdruck. Den beherzt kämpfenden Salzburgern gelang sogar in der 40. Minute durch ein Kopftor Neureiters der Führungstreffer.

Die zweite Spielhälfte brachte aber den Umschwung zugunsten der Wieselburger. Der als Vorstopper eingesetzte Gleiß wurde in den Angriff vorgezogen, und in der 55. Minute kam Ernst Ebner für Karl Kozel. Wieselburg kam nun immer besser ins Spiel und der Gegner wurde in die Defensive gedrängt. Helmut Gleiß erzielte in der 63. Minute den Ausgleich, und Emmy Böhm brachte die Wieselburger in der 65. Minute in Führung. Derselbe Spieler stellte in der 86. Minute den Endstand her. Die besten Leistungen boten Tormann Rinner, Rappel, Stadler, Ebner, Niebauer sowie der zweifache Torschütze Böhm. Die Salzburger stützen sich auf ihre harte Abwehr, die aber nach dem Ausgleich Konditionsmängel erkennen ließ.

Tausende Linzer Zuschauer spendeten den Wieselburgern Beifall, und als es in der ersten Hälfte der Spieles VÖST – Austria Klagenfurt (Nationalliga) bei Ulmer, Werner & Co nicht recht klappte, forderten sie sogar in Sprechchören den Einsatz der Wieselburger Brauerei-Elf.

Nach Spielschluss fand im Linzer Stadtkeller die Siegerehrung statt, die Brau-AG-Generaldirektor Dr. Christian Beurle vornahm. Die Direktoren Schlimp und Haager von der Brauerei Wieselburg sprachen den Siegern Dank und Anerkennung für ihre große sportliche Leistung aus. Der Pokal, den die Wieselburger erhalten haben, ist ein bleibendes Symbol für den Finalsieg.

Brauerei Wieselburg - Hofbräu Kaltenhausen 3:1 (0:1)
Tore:
0:1 (40.) Neureiter, 1:1 (63.) Helmut Gleiß, 2:1 (65.) Emmerich Böhm, 3:1 (86.) Emmerich Böhm.

 

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Zum viertenmal wurde die Wieselburger Brauereimannschaft Meister, so dass man fast von einem „olympischen“ Sieg sprechen darf. Unser Bild zeigt die stolzen Kämpfer der Meisterelf. Von links nach rechts, stehend: Resch, Emmerich Böhm, Karl Niebauer, Karl Kozel, Karl Bitterberger, Hackl, Rappel; hockend: Ernst Ebner, Alfred Ramsauer, Erwin Rinner, Helmut Gleiß, Stadler und Scheuchelbauer. Wir gratulieren und wünschen, dass, wie das Bier, auch die Wieselburger Brau-AG-Mannschaft immer siegreich bleibt.

ETB vom 18. Oktober 1969