SC RAIKA TRENKWALDER WIESELBURG

2000/01 - Petzenkirchen-SCW 2:3

Petzenkirchen - SC Raika Wieselburg   2 : 3 (2 : 0)                    1. Mai 2001

Torschützen: Haizinger(53.,Elfer ; 83.,); Kowalski(65.,);

Petzenkirchen: "Das Aus vom Titeltraum"

Nach den ersten 45 Minuten noch 2:0 in Front musste sich der SV Petzenkirchen Wieselburg doch noch mit 3:2 geschlagen geben. So viel sei vorweggenommen es war ein Spiel das diesem traditionsreichem Derby auf allen Linien gerecht wurde. Die knapp 500 Zuschauer die bei hochsommerlichen Temperaturen den Weg auf die Sportanlage in Petzenkirchen gefunden hatten, sahen ein rassiges und schnelles Spiel, das sowohl in kämpferischer als auch in spielerischer Hinsicht nichts vermissen ließ. Brisante Ausgangslage Schon vor dem Derbyschlager zeigte sich die Ausgangs- situation für die beiden Mannschaften enorm brisant. Petzenkirchen hätte mit einem Sieg (bei einem Spiel weniger) sich wieder an die Tabellenspitze hieven können. Wieselburg hingegen scheint nach diesem Prestigeerfolg der Titel nur mehr schwer zu nehmen. Zum Spielverlauf: Beide Teams starteten engagiert in die Partie. Für die ersten Möglichkeiten sorgten die Hausherren. In der zehnten Minute köpfelte Skalicky eine hohe Vorlage von der linken Seite neben das Tor. Zwei Minuten später konnte sich der Schlussmann der Wieselburger Schrittwieser erstmals wirklich auszeichnen, als er vor dem heranstürmenden Alex Gartner - zuvor hatten zwei Wieselburger eine Flanke von Thomas Handl verfehlt - klärte. Die Wagner-Elf musste sich allerdings nur bis zur 17. Spielminute gedulden, ehe Moudry nach einer Traumaktion seines Mannschaftskollegen Thomas Handl - der seinen Gegner mit einem engen Hacken aussteigen ließ und mit einem Lochpass das Tor einleitete - das Leder vorbei an Keeper Schrittwieser zum 1:0 buxierte. Offener Schlagabtausch Drei Minuten nach dem Führungstreffer, kamen dann auch die Wieselburger durch Miro Kowalski - dessen als Flanke gedachte Vorlage senkte sich gefährlich auf das Gehäuse von Goalie Rottenschlager - zu ihrer ersten guten Möglichkeit. An Chancen mangelte es in den ersten 45 Minuten mit Sicherheit nicht. In der 21. Minute zirkelte Moudry einen Freistoß, der außerhalb des Sechzehners angesetzt war, gefährlich in die linke Ecke. Schrittwieser parierte mit Mühe. Vier Minuten später waren dann wieder die Gäste aus dem Erlauftal an der Reihe. Nach einem Ballverlust von Anton Scheuchelbauer im Mittelfeld setzte Sonnleitner mit einem herrlichen Pass den auf der linken Seite lauernden Haizinger in Szene, dessen Distanzschuss erst von Petzenkirchens Thomas Wagner auf der Linie geklärt werden konnte. Bei zwei weiteren Aktionen in der 36. und 42. Spielminute stockte den Petzenkirchner-Anhängern erneut der Atem. In der 36. Minute knallte Karl Einsiedl - zuvor hatte sich der Wieselburger gegen Alex Gartner durchgesetzt - seinen Schuss an den linken Pfosten. Sechs Minuten später traf Haizinger zum Entsetzen seiner Farben erneut nur Aluminium. Tor vor der Pause! Die Haizinger-Chance sollte allerdings nicht der letzte Höhepunkt in dieser sehenswerten ersten Spielhälfte sein. Denn zwei Minuten vor dem Abpfiff stellte Moudry mit einem gefühlvollen Freistoß vom Sechzehner den Zwei-Tore-Vorsprung her. Viele hätten wohl nach dem komfortablen 2:0-Vorsprung auf einen Sieg des Tabellenzweiten gewettet und hätten sich dabei prompt verspekuliert. Die Wieselburger fanden im zweiten Abschnitt im Gegensatz zu ihren Kontrahenten besser ins Spiel. Zudem machte sich bei den Hausherren mit fortlaufender Spieldauer das Sonntagsspiel gegen Gresten bemerkbar. Wieselburg erledigte bereits am Samstag Neuhofen mit 8:1 und hatte daher einen Tag länger Pause. Der Anschlusstreffer Sieben Minuten waren gespielt, als der in der Pause eingewechselte Kammerstätter in den Strafraum durchbrach, dabei aber von Mario Scheuchelbauer unsanft zu Fall gebracht wurde. Die Konsequenz Penalty für Wieselburg, den Haizinger flach ins rechte Eck verwertete. Nach dem Anschlusstreffer machte sich dann etwas Hektik im Spiel breit. Wieselburg roch Lunte und setzte daraufhin alles daran den Rückstand zu egalisieren. Petzenkirchen hingegen konnte im Gegensatz zur ersten Hälfte die vorgefundenen Chancen nicht nutzen. So musste sich Moudry gleich zweimal (55., 60.) Keeper Schrittwieser geschlagen geben. In der 65. Minute war es der quirlige Legionär in den Reihen des Tabellenführers, Miro Kowalski, der nach herrlichem Dribbling im Strafraum den Ball zum 2:2 in die Maschen schoss. Am Ende mit den Kräften Für die in der Schlussphase völlig ausgepowerten Petzenkirchener sollte es noch schlimmer kommen. Sieben Minuten vor dem Abpfiff knallte Haizinger einen Freistoß von halblinks unhaltbar für Keeper Rottenschlager ins kurze Eck. Zwar hatten Schmutzer&Co. noch eine gute Möglichkeit durch den, vor allem bei Standardsituationen, brandgefährlichen Jaroslav Moudry. An der Niederlage war jedoch nicht mehr zu rütteln.


Petzenkirchen: Rottenschlager, Anton Scheuchelbauer, Mario Scheuchelbauer
(72. Willatschek), Franz Karlinger, Wagner, Handl (81. Dominik Gartner),
Wieland, Skalicky, Moudry, Schmutzer, Alexander Gartner (67. Günter
Karlinger).

Wieselburg: Schrittwieser, Haizinger, Leichtfried, Müller (67. Steiner),
Höfler (46. Kammerstätter), Dieter Gröbner, Zirkler, Sonnleitner, Schön (86.
Manfred Gröbner), Einsiedl, Kowalski.

Tore: Moudry (17., 43.) bzw. Haizinger (52. Elfmeter, 83.), Kowalski (65.)

Gelbe Karten: Thomas Wagner (26. Foul), Franz Karlinger (40. Foul),
Schmutzer (42. Foul), Mario Scheuchelbauer (52. Foul) bzw. Müller (43.
Foul), Zirkler (72. Foul), Einsiedl (84. Unsportlichkeit)

Gelb/Rote Karte: Franz Karlinger (88. Kritik)
U23: 2:1. Tore: Hofschweiger, Kepi bzw. Affengruber

Schiedsrichter: Johann Huber (Durchschnitt)
Schiedsrichterassistent: Karl Schuller

Matchballspende/Patronanz: Manfred Aigner ("Würstelonkel")
Zuschauer: 500


Unter 23: 2:1, die Tore erzielten Fredi Kepi, Karl Hofschweiger und Thomas Affengruber 

SVP1-010501.jpg

Anmeldung