SC RAIKA TRENKWALDER WIESELBURG

2002/03 - Meisterschaftsfinish

Es sollte nicht sein!


 Traum lebte bis zur 85. Minute / So knapp stand der SC Raika Wieselburg vor dem Meistertitel. Die Enttäuschung ist gerade deshalb groß.

 GEBIETSLIGA WEST / Die Titelentscheidung in der Gebietsliga West ist gefallen. Es herrschte Dramatik pur bis zur letzten Sekunde. Das erhoffte Wunder von Gottsdorf blieb aus der Sicht des SC Raika Wieselburg jedoch aus. In der Begegnung zwischen Gottsdorf und Karlstetten wähnten sich die Braustädter bis zur 85. Minute (Stand: 2:2-Remis) in Meisterfreuden. Nach dem 3:2-Erfolg jubelte am Ende jedoch Karlstetten.
Auf Grund der Freitagpartie von Wieselburg erstreckte sich die Meisterentscheidung über zwei Spieltage. Die Braustädter erfüllten dabei mit einem 4:3-Erfolg über Blindenmarkt ihren Teil an der Entscheidung.

Wieselburg – Blindenmarkt 4:3

Nach einem schwachen und nervösen Beginn brachte Christian Bauer den SC Wieselburg in der 20. Minute in Front. Der Ausgleich folgte knapp vor dem Seitenwechsel durch Christan Spring, der mit einem ansatzlosen Schloss in die obere Kreuzecke traf. Spring war es auch, der Blindenmarkt kurz nach Wiederbeginn mit 2:1 in Führung brachte und Wieselburg zu diesem Zeitpunkt aus dem Titelrennen schoss. Die Truppe von Edi Brandstetter wurde sich nun ihrer Rolle bewusst. Durch einen Triple-Schlag von Klimko (72.), Bauer (75.), und Holzknecht (77.) bombten sich die Gastgeber wieder in den Zweikampf um den Aufstieg in die 2. Landesliga West zurück. Der Blindenmarkter Anschlusstreffer, abermals durch Spring (83.), blieb ohne Folgen.

 Gottsdorf – Karlstetten 2:3

Karlstetten stand nun am Samstag also unter Zugzwang. Auf Grund des SCW-Erfolges brauchte auch die Steinbauer-Elf drei Punkte in Gottsdorf. Zu Beginn sah alles nach einer „gemähten Wiese“ aus.
4. Minute: Der SV Karlstetten geht durch seinen Goalgetter Lubomir Jacko mit 1:0 in Führung. Wieselburg ist zu diesem Zeitpunkt aus dem Titelrennen. Die Gäste berbrauchten in der Folge drei 100-prozentige Einschussmöglichkeiten und das rächte sich vorerst.
25. Minute: Der Gottsdorfer Goalgetter Manuel Rosenegger wird im Strafraum umgerempelt und verwandelte den verhängten Strafstoß sicher zum 1:1-Ausgleich. Jubel unter den vielen angereisten Fans der Braustädter, denn plötzlich befindet man sich wieder auf Meisterkurs. Die Erlauftaler wurden durch den Insultierungs-Ausschluss des Karlstettners Karl Lind zusätzlich in ihrem Traum vom Titel bestärkt.
50. Minute: Der Glaube währte aber nicht allzu lange. Markus Kitzwegerer brachte Karlstetten wieder in Front und den SC Wieselburg wieder auf den Boden der Realität.
64. Minute: Dennoch nahm das erhoffte Wunder von Gottsdorf Formen an. Besonders als Manuel Rosenegger nach Vorarbeit von Michael Nendwich den erneuten Ausgleich erzielte. Rosenegger wurde aber in der Folge zum tragischen Held.
75. Minute: Nach einem erneuten Elferpfiff scheiterte er am gegnerischen Keeper Martin Thron. Aus der Sicht der SCW-Fans war noch nichts verloren. Doch es kam wie es kommen musste:
85. Minute: Der zur Pause eingewechselte Philipp Hess schoss den SV Karlstetten/Neidling mit einer schönen Soloaktion zum Titel.

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  So eng liegen Jubel und Trauer beinander.  Manuel Rosenegger wäre für die mitgereisten SCW-Fans fast zum Superstar geworden, am Ende war er der tragische Held.


STIMMEN DANACH:


„Ich habe mir bei der Fahrt nach Gottsdorf kaum etwas erwartet. Nur ein Funken Hoffnung war da. Auf Grund des Spielverlaufes tut es schon sehr weh, dass uns im Endeffekt fünf Minuten zum Meistertitel gefehlt haben. Bedanken muß ich mich bei den Gottsdorfer Spielern, denn sie haben sich wirklich hineingehängt. Karlstetten hat einfach das Quentchen mehr Glück gehabt. Vor allem unsere drei Heimniederlagen im Frühjahr haben uns den Titel, in einer dennoch erfolgreichen Meisterschaft gekostet“.

Peter Neuhauser, Sektionsleiter SC Wieselburg
 
„Nach dem tollen Beginn hätten wir bereits mit 3:0 führen müssen. Ab dem 1:1 war unsere Leistung jedoch katastrophal. Manuel Rosenegger haben wir nie in den Griff bekommen. Hätte er den Elfer zum 3:2 verwandelt, wäre alles vorbei gewesen.“

Rudi Steinbauer, Trainer SV Karlstetten
 

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